Montag, 25. November 2013

Der Traum vom Altern

Vor kurzem flatterte mein Rentenbescheid rein und ich durfte feststellen, dass ich nur noch 39 und ein paar zerquetschte Jahre zu arbeiten habe. Jupiduu...

Da stellt sich mir doch die Frage, wieviel ich am Ende wirklich von meiner Rente habe. Der deutsche Durchschnittsmann wird etwa 77 Jahre und die deutsche Durchschnittsfrau etwa 82 Jahre alt. Wow, dann hätte ich ja noch knapp 10 Jahre Spaß an meiner Rente, bis mich der Sensenmann holt. Das sind ja tolle Aussichten. Ok, das ist nur Statistik, aber wie heißt es so schön: Wenn der Jäger am Hasen einmal links und einmal rechts vorbeischießt, dann ist der Hase im Durchschnitt tot. Soviel zu Durchschnittswerten...

Es kann natürlich auch gut sein, dass ich mit Mitte 50 von einem 23-jährigen Methdealer überfahren werde, oder dass ich 114 Jahre alt werde und allen ständig mit der guten alten Zeit in den Ohren liege. Letzteres halte ich eher für unwahrscheinlich.

Aber was kann man tun? Da hilft doch nur: Rentenbeginn runter oder Lebenszeit verlängern. Welche Partei hat hier wohl das schlüssigere Konzept?

Fakt ist jedenfalls: Wir werden immer älter! Denn die medizinische Versorgung ist besser als ihr Ruf. In den Nachrichten wird uns da allerdings ein ganz anderes Bild vermittelt. Keime, Bakterien, Viren, Handschuh bei Herz-OP im Patienten vergessen, falsch amputierte Gliedmaßen. Eigentlich überraschend, dass überhaupt noch jemand lebend ein Krankenhaus verlässt. Aber wohin soll man auch gehen, außer zum Arzt? Kinder kümmern sich schließlich eh nicht oder fehlen gleich ganz.

Manch einer mag sich wünschen früher geboren zu sein. Zu einer Zeit, in der "bis das der Tod euch scheidet" noch 25 Jahre bedeutete, jeder 5 Kinder hatte und diese sich bis zum bitteren Ende gekümmert haben.

Wobei man heutzutage ja doch noch andere Dinge tun kann um nach der Beendigung des Arbeitsverhältnisses und dem Beginn des Rentenanspruchs nicht in ein tiefes Loch zu fallen. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Karriere als Elder Statesman? Genscher, Geißler und Schmitt machen es vor. Man präsentiert sich als Mahner, Vermittler oder einfach nur als starker Raucher und die Sache ist geritzt. Ganz wichtig ist jedoch, dass man kein durch Wahl legitimiertes Amt innehaben darf. Da wird man nur durch Abstimmungen, Mehrheitsentscheide usw. gebremst. Wer nächtelang Kompromisse finden muss, hat keine Zeit für allumfassende Auskünfte von Stuttgart 21 bis zur Elbphilharmonie.

Mein Fazit ist: Ich mache es wie immer. Ich sitze es aus, bis ich dann endlich Rentner bin und sehe dann weiter. Denn wenn ich an eines Glaube, dann an den alten Nobbi Blüm: "Die Renten sind sicher!"

Sonntag, 17. November 2013

Neues von Batari

Am vergangenen Samstag gabs mal wieder was von Batari zu hören. Wir sind im Benderhof in Kaiserslautern aufgetreten. Organisiert haben das unsere Buddies von Lowknox, mit denen wir dann logischerweise auch aufgetreten sind. Es war ziemlich cool und Kaiserslautern hat mitunter das geilste Publikum des Universums (no offense, Bingen...). Wenn alles glatt läuft, kann ich bald Bilder davon online stellen. Vorab gibts aber schon mal 2 Bilder vom Benderhof, die mir sofort ins Auge gesprungen sind.

Protipp: Immer links hinstellen. Wenn jemand sein Bier auf der Ablage abstellt, rutscht es automatisch zu dir runter.

Dieser Zeitungsausschnitt am Tresen springt einen förmlich an. Ich könnte wetten, dass der Fotograf ein Mann war.
Zum Abschluss gibts hier noch ein etwas älteres, aber trotzdem ziemlich schickes Video von Lowknox.



Ach ja, eh ichs vergesse... Am 06.12. spielt meine Band Batari mit ein paar anderen Bands beim Nikolausrock im Jugendhaus Bingen. Also alle abgehen und hinfeiern!

Dienstag, 12. November 2013

Reine Willkür!

Man hat im Leben ja öfter mal solche WTF?-Momente. Mein letzter war am Sonntag, als ich über den Film Rubber stolperte. Es handelt sich hierbei um einen Film über einen Autoreifen, der Morde begeht. Ja, richtig gehört: Ein Autoreifen, der Morde begeht. Der Film ist von dem Franzosen Quentin Dupieux, auch bekannt als Mr. Oizo. Die Handlung ist ziemlich skurril und im Grunde habe ich sie bis jetzt noch nicht ganz verstanden... Warum werden am Anfang des Films Zuschauer mit Ferngläsern auf einem Berg platziert, um dem Treiben des Reifens zuzusehen? Und warum werden sie anschließen vergiftet? Und und und... WARUM EIN REIFEN???
Wer schon immer einmal einem Reifen dabei zuschauen wollte, wie er 10 Minuten lang durch die Wüste rollt, kleine Tiere plattfährt und dann telekinetische Fähigkeiten entwickelt, mit denen er Menschen zu Leibe rückt, der wird mit Rubber seine helle Freude haben. Für mich war der Film jedenfalls ein bisschen zu abgefahren.